Außenansicht von Kloster Großcomburg

Landmarke mit goldener Geschichte

Das Kloster

Schon von weitem ist das Kloster Großcomburg zu sehen: Es liegt hoch über dem Kochertal auf einem Bergrücken bei Schwäbisch Hall. Das Kloster ist über 900 Jahre alt – und vereint den Eindruck einer wehrhaften Festung mit dem einer mächtigen Kirche. Einzigartig: die Schätze aus romanischer Zeit.

Außenansicht der Stiftskirche von Kloster Großcomburg

Aus der Erbauungszeit erhalten.

Veränderung und Bewahrung

Das Benediktinerkloster wurde schon im 11. Jahrhundert gegründet – und das Wunder: Bis heute ist Einiges aus dieser frühen Glanzzeit erhalten. Weithin sichtbar sind die drei Türme der romanischen Klosterkirche. Die Kirche wurde zwar im Barock neu errichtet, doch die hoch aufragenden Türme wurden von den Bauherren übernommen. Durch großes Glück haben sich auch der berühmte riesige Radleuchter und das Antependium in der Kirche erhalten, einzigartige Stücke europäischer Goldschmiedekunst aus der Zeit der Romanik.

Außenansicht der Michaelskapelle von Kloster Großcomburg

Die Michaelskapelle.

Viele Spuren der frühen Zeit

Aber es gibt noch mehr Zeugen des Mittelalters auf der Comburg. Der steile Weg in die Klosteranlage führt durch den stolzen romanischen Torbau. Im oberen Stockwerk dieses Portalgebäudes öffnet sich der überraschende Raum der Michaelskapelle. Ein weiteres ungewöhnliches Gebäude aus dem Mittelalter ist die Sechseckkapelle, ein kleiner Kirchenbau, dessen Zweck bis heute ein Rätsel ist. In vielen der späteren Neubauten blieben romanische Elemente erhalten: etwa in der Schenkenkapelle, dem einstigen Kapitelsaal.

Stiftskirche von Kloster Großcomburg mit Ringmauer

Nicht zur Verteidigung gedacht.

Weithin sichtbare Klostermauer

Im 16. Jahrhundert veränderte die Comburg unter dem baulustigen Propst Erasmus Neustetter ihre Ansicht. Er ließ die mächtige Ringmauer mit Wehrgang rund um den Berggipfel errichten. Mit ihren Rundtürmen bestimmt sie bis heute den Eindruck der Comburg zwischen Kloster und Festung. Die Mauer ist allerdings gar nicht wirklich zur militärischen Verteidigung errichtet: Sie sieht keine einzige Geschützstellung vor.

Innenansicht der Stiftskirche von Kloster Großcomburg

Blick in die Stiftskirche.

Letzter Glanz im Barock

Im 18. Jahrhundert entsteht der markanteste Neubau, die barocke Stiftskirche. Joseph Greising, Baumeister im Dienst des nahen Bischofs von Würzburg, ließ dafür die romanische Kirche abreißen. Gewichtige Ausnahme: die drei Türme, die er in den barocken Neubau integrierte. Eigentlich sollten sie noch erhöht werden, doch dafür fehlte das Geld. Mit dem 18. Jahrhundert enden die großen Bauprojekte auf der Comburg.

Erkunden Sie die Großcomburg aus ungewöhnlicher Perspektive: Der Wehrgang auf der Ringmauer, die das Kloster umgibt, ist komplett begehbar! Immer wieder bieten sich neue Einblicke in die Anlage, zugleich sehen Sie zum Kloster Kleincomburg hinüber.

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