Blick auf die Gesamtanlage des Klosters Großcomburg

Zwei Klöster über dem Kochertal

Die Gebäude

Eine respektgebietende Ringmauer, eine Kirche von der Größe einer Kathedrale, dazu mächtige Gebäude vom Format herrschaftlicher Stadtpaläste: Die Großcomburg vereint in ihrer ländlichen Lage eine Fülle von Bauwerken. Keimzelle ist das Benediktinerkloster mit seiner Kirche, 1078 gegründet.

Blick auf eines der Tore des Klosters Großcomburg

Der Weg hinein durch mächtige Tore.

Durch Obstwiesen und drei Tore

Der Weg zur Comburg ist der gleiche wie vor vielen Jahrhunderten. Der Klosterberg liegt etwas außerhalb der mittelalterlichen Stadt Schwäbisch Hall über dem Flusstal der Kocher: Durch Obstwiesen geht es steil auf den Berg. Eine mächtige Mauer mit Türmen umzieht die Anlage seit dem 16. Jahrhundert. Erst seit damals hat die Comburg das Aussehen einer befestigten Burg. Hintereinander führt der Weg durch drei Tore. Das dritte ist der eindrucksvolle romanische Torbau aus der Zeit um 1200.

Kloster Klein- und Kloster Großcomburg auf einem Kupferstich von 1630 aus „Politisches Schatzkästlein“ von Daniel Meissner

Bauwerke aus allen Epochen.

Alte Klosterstadt auf dem Berg

Die Lage auf dem Bergkamm erforderte ungewöhnliche Ideen für die Anlage der Comburg: Rampen, Wege und Treppen erschließen die Terrassen des Geländes. Beim Weg durchs Gelände passiert man Bauwerke aus allen Epochen von der Romanik bis ins späte 18. Jahrhundert. Sie zeugen davon, dass auf der Comburg immer wieder neu gebaut wurde – und oft in großem Stil. So entsteht innerhalb der Mauern fast der Eindruck einer reichen, alten Stadt auf einem Bergrücken.

Kloster Kleincomburg mit Kloster Großcomburg im Hintergrund

Eine Verbindung von Barock und Romanik.

Über allem die Klosterkirche

Auf dem höchsten Punkt des Höhenrückens thront die Kirche. Der enorme Bau verbindet in verblüffender Weise Barock und Romanik – der Architekt des 18. Jahrhunderts hat die steinernen Türme der mittelalterlichen Kirche in seinen prächtigen Neubau integriert. Wie bei allen Klöstern schließt unmittelbar an die Kirche die Klausur an: der Kreuzgang als ein abgeschlossener Innenhof, umgeben von Gebäuden, in denen nur Mönche lebten. Auch hier hat die Lage auf dem Berg zu ungewöhnlichen Lösungen geführt.

Außenansicht der Klosterkirche St. Ägidius des Klosters Kleincomburg

Kloster Kleincomburg.

Gegenüber: das Kloster Kleincomburg

Wenige hundert Meter entfernt liegt die Kleincomburg am Berghang. Das einstige Frauenkloster ist nur 20 Jahre jünger als die Großcomburg. Vollständig erhalten ist die romanische Kirche. Die mittelalterlichen Wandmalereien, die sich im Kircheninneren aus der Zeit der Erbauung erhalten hatten, dienten im 19. Jahrhundert als Vorlage für die farbige Ausmalung. Die Klostergebäude wurden im Barock durch schlichte Neubauten ersetzt. Heute ist die Anlage eine Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall.

Innenansicht der Klosterkirche St. Ägidius des Klosters Kleincomburg
Innenansicht des Chor der Klosterkirche St. Ägidius des Klosters Kleincomburg

Das einstige Frauenkloster Kleincomburg mit der romanischen Klosterkirche, die vollständig erhalten blieb.

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